Box-Sport-Vereinigung Freiburg e.V.

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Rekord-Kulisse beim Box-Städte-Vergleich: BSV Freiburg gewinnt gegen C.S. Banatul Timisoara

Freiburg, den 22.11.04

Zum Rückkampf im Rahmen eines internationalen Städte-Vergleichs traten am Samstag, 20.11.04, die Staffeln der Box-Sport-Vereinigung Freiburg (BSV) und des SC Banatul Timisoara (Rumänien) gegeneinander an. Die Steinriedhalle in Freiburg-Waltershofen platzte aus allen Nähten. Mehr als 450 Zuschauer sorgten für eine hervorragende Stimmung. Geboten waren 13 Kämpfe, darunter auch ein Frauen- und ein Kickbox-Kampf, auf teilweise sehr hohem Niveau. Die BSV-Staffel unter Cheftrainer Eugen Simion gewann den Städtevergleich mit 14 : 10 Punkten und konnte damit die knappe Niederlage aus der ersten Begegnung wettmachen.

Gleich zum Beginn der Veranstaltung gelang in der Klasse Jugend 44 kg Artur Kinderknecht (BSV Freiburg) ein deutlicher Punktsieg über Gabriel Arnautu (SC Banatul), der seine körperliche Überlegenheit nicht zur Geltung bringen konnte.

Deutliche Punktsiege bei den Junioren konnten für sich verbuchen in der 57 kg-Klasse Ilja Kolb (BSV Freiburg) gegen Silviu Cocos (SC Banatul) und in der 60 kg-Klasse Benjamin Simion (BSV Freiburg) gegen Gabriel Carpen-Romel (SC Banatul). Beide Freiburger überzeugten mit guter Technik und klaren Treffern.

In der Klasse bis 64 kg ließ der Rumänische Meister Vlavius Biea vom SC Banatul dem Freiburger Artur Kraus kaum eine Möglichkeit zu kontern. Von Beginn an setzte der Rumäne mit schnellen Attacken und klaren Treffern den BSV-Mann stark unter Druck. Dem Freiburger gelang es zwar, den Kampf über die Zeit zu bringen, die einstimmige Punktniederlage konnte er jedoch nicht verhindern.

Pascal Krauss (BSV Freiburg) gewann in der 75-kg-Klasse gegen Adrian Lapadatescu (SC Banatul) klar nach Punkten und stand zum Ende der dritten Runde sogar kurz vor einem K.o.-Sieg.

Bei den Frauen zeigte Mirabela Calugareano (SC Banatul) in der Klasse bis 54 kg gegen Sonja Grosmann (BSV Freiburg) deutliche Konditionsmängel. Die erste Runde konnte die Rumänin noch für sich entscheiden, baute dann aber stark ab. In der zweiten und letzten Runde reichte die Kraft nur noch für einzelne klare Treffer, die ihr aber letztendlich einen Punktsieg brachten. Die Freiburgerin konnte zwar konditionell gut mithalten; ihr fehlten allerdings die technischen Mittel, die Schwächeperiode der Gegnerin konsequent für sich zu nutzen.

Gottlieb Weiss, der amtierende Europameister aus Heidelberg, zeigte in der 81-kg-Klasse gegen Valentin Costi (SC Banatul) einen technisch versierten Kampf und dominierte seinen Gegner klar. Costi musste eine ganze Reihe klarer Treffer einstecken, zeigte aber trotzdem einen enormen Kampfgeist. Nach einem schweren Körpertreffer ausgangs der 3. Runde trat der Rumäne zur 4. Runde nicht mehr an.

Eine etwas andere Art zu Boxen zeigten Bulad Dragan – unterstützt von einer großen und begeisterten Fan-Gemeinde – und der Rumäne Sergiu Moldovian in ihrem Einlagekampf im Kickboxen. Beide Kämpfer zeigten vollen Einsatz und waren sich in Punkto Schlagkraft und Schnelligkeit fast ebenbürtig. Dragan gewann den Fight zwar knapp aber nicht unverdient.

Zu zwei einstimmigen Punktsiegen kamen die Rumänen in der 64-kg-Klasse mit Sorin Gergescu gegen Noemio Carapinha (BSV Freiburg) und mit Valeriu Cosmin Boghean gegen Viktor Biedermann (BSV).

Ajed Zena (BSV) erreichte in der Klasse bis 81 kg nach einer ansprechenden Leistung einen klaren Sieg über Ovidiu Popovic durch Aufgabe in der 2. Runde.

In seinem 8. Kampf stand Andreas Becker (BSV Freiburg) keinem geringeren gegenüber, als dem Rumänischen Meister von 2001 und dem amtierenden Vize-Meister, Sorin Jonascu. Der Freiburger konnte lange Zeit gut mithalten, kam über die volle Distanz und musste sich letztendlich mit einer Punktniederlage zufrieden geben.

Für Unmut in den Reihen der Zuschauer sorgte das Ergebnis des letzten Kampfes in der Gewichtsklasse 95+ zwischen Daniel Baricz (SC Banatul) und Srdan Dolic (BSV Freiburg). Die Zuschauer sahen im Rumänen den aktiveren der beiden Kontrahenten, der mit seiner Leistung wenigstens ein Unentschieden verdient gehabt hätte. Das Kampfgericht hatte jedoch mit 2:1 Stimmen den Freiburger vorne.

22. November 2004